Solarstrom bleibt trotz staatlicher Kürzung lohnenswert
28.06.2010
Die Bundesregierung hat die Einspeisevergütung für Solarstrom gekürzt. Bisher konnten Hausbesitzer ohne großes finanzielles Risiko eine Solarstromanlage auf ihr Dach setzen. Schließlich finanzierte sich die Anlage fast von selbst. Es wurde für eine Laufzeit von 20 Jahren ein fester Vergütungssatz vereinbart, wenn der nicht für den eigenen Bedarf benötigte Solarstrom ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Nach der neuen Vergütungsrichtlinie wurde die Vergütung auf 32,88 Cent pro Kilowattstunde oder rund 1.480 Euro pro Jahr reduziert. „Dadurch verlängert sich die Amortisationszeit einer Anlage um eineinhalb auf dann elf Jahre“, weiß ZWS-Geschäftsführer Uwe Zilleckens. „Legen wir dann die durchschnittliche Lebensdauer einer Solarstromanlage von weit über 20 Jahren zugrunde, lohnt sich die Anschaffung trotz Vergütungskürzung immer noch. Allerdings verschlechtert sich gleichzeitig die Rentabilität.“ Wer sich für eine Solarstromanlage entscheiden, sollte dies in den nächsten Monaten entscheiden. „Ab Januar kommenden Jahres werden die Vergütungssätze noch einmal um zehn Prozent gekürzt“, so Zilleckens weiter. Dies gelte jedoch nicht für Anlagen, die noch in diesem Jahr angeschafft wurden. Übrigens: Für Anlagen, die vor dem Stichtag der allgemeinen Einspeisevergütungskürzung installiert wurden, ändert sich überhaupt nichts.
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