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Heizen mit den Kräften der Natur

29.04.2010

Moderne Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und Pelletsheizungen sorgen für kostensparende, klimafreundliche Wärme. Sie sind technisch ausgereift und können in fast jedem Haus eingesetzt werden. Für Neubauten sind sie seit 1. Januar 2009 sogar Pflicht: das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) schreibt verbindlich den Einsatz erneuerbarer Energien in Neubauten vor. Für Bauherren bedeutet dies in der Regel, dass sie einen Teil ihres Wärmebedarfs über regenerative Energiequellen decken müssen.

Der Einbau lohnt sich: Wer erneuerbare Energien für die Beheizung seines Gebäudes einsetzt, macht sich unabhängiger von der Preisentwicklung fossiler Energieträger und schützt gleichzeitig das Klima. Eine Solaranlage auf dem Dach muss laut EEWärmeG mindestens 15 Prozent des Wärmebedarfs in einem Neubau decken. Etwa vier Prozent der Nutzfläche reichen in einem Ein- oder Zweifamilienhaus in der Regel aus, um diesen Wert zu erreichen. Bei 150 Quadratmetern genügen also bereits sechs Quadratmeter Kollektorfläche. Wärmepumpen erschließen die im Erdreich, dem Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeicherte Sonnenwärme und geben dies an den Heizkreislauf oder das Warmwasser ab. Am effizientesten sind Erdwärmepumpen, da das Erdreich im Gegensatz zur Außenluft auch im kalten Winter relativ konstante Temperaturen aufweist. Um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen, müssen Wärmepumpen mindestens die Hälfte des Wärmebedarfs eines Gebäudes decken.

Eine weitere Alternative ist die Nutzung nachwachsender Rohstoffe, allen voran Holz. Moderne Holzheizungen verwenden überwiegend Pellets, zu kleinen Stäbchen gepresstes Restholz. Auch Bioöl oder -gas entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Wer sein Haus besser dämmt als es der Gesetzgeber verlangt und so einen Energiebedarf des Gebäudes erreicht, der 15 Prozent niedriger als gesetzlich vorgeschrieben ist, kann auf die Nutzung erneuerbarer Energien verzichten. Das gleiche gilt, wenn er seine Wärme nicht selbst erzeugt, sondern aus einem Nah- oder Fernwärmenetz mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bezieht.

Gut beraten ist in jedem Fall, wer vor dem Start eines Neubaus einen ZWS-Energieberater hinzuzieht. Mit der Hilfe eines Sachverständigen lässt sich die optimale Lösung für das Bauvorhaben und das verfügbare Budget entwickeln.

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